Freitag, 25. März 2011

Ich fass' es nicht!!!

Ja nee, is klar, Weihnachten ist schon eine Weile her, aber dieses Foto hier hat sozusagen Dokumentarcharakter:


Soa trägt zur Feier des 1. Weihnachtstages ganz stolz so ein dusseliges Quietsche-Nikolausi, das in einem Alsa-Paket dabei war. Sie darf das, da sie in der Regel auch kein Spielzeug schrottet.  
Bei unserem Weihnachtsfotoshooting hatten wir blöderweise die Rechnung ohne Rio gemacht, die, einmal den Nikolaus erbeutet, diesem in Lichtgeschwindigkeit das Weichplastikmützchen abbiss und ohne Umschweife verschlang. "Bevor's ein anderer kriegt, fress' ich's lieber." :-/

Damit waren für uns die Feiertage gelaufen. Der Schock über Ingos Darmverschluss, der nach dem Verschlucken eines halben K9-Vollgummiballs eine Not-OP nach sich zog, saß uns noch allzu tief in den Knochen.  Ich hoffe nur, dass er beim nächsten Mal den Schleuderball mitsamt der Schnur verschluckt, damit man ihn sofort wieder rausziehen kann. Bei Ingo wussten wir erst nach der OP, woher seine Probleme kamen. Weiß der Teufel, wie er an diesen blöden Ball gekommen war.

Bei Rio fürchteten wir natürlich von nun an, dass das rote Mützchen ebenfalls imstande war, den ganzen Hund außer Gefecht zu setzen und achteten fortan akribisch auf eine geregelte Verdauung und alles was auf irgendwelche Probleme hindeuten könnte. Jedes Schlucken, Schlecken, Bauchgrummeln, jeder Rülpser oder gar Pups erschien höchst verdächtig und brachte sämtliche Alarmglocken zum schrillen. Meine Güte, der Nicht-Hundehalter hat nicht die geringste Vorstellung wie genau man plötzlich die Hinterlassenschaften seines Vierbeiners untersuchen kann, in der Hoffnung, dort fündig zu werden. Eine Erfolgsmeldung dahingehend wäre mein größtes Weihnachtsgeschenk gewesen. Aber nichts! Über einen Zeitraum von mindestens 3 Wochen wurde alles peinlichst genau unter die Lupe genommen, doch das rote Mützchen ward nicht mehr gesehen. Rios Körperfunktionen indes waren durchweg bestens. Sie fühlte sich pudelwohl und nach Rücksprache mit unserer Tierärztin entspannte sich die Lage dann auch wieder.

Als ich vergangenen Montag mit Soa vom Agitraining kam, erklärte mir der beste Mann von allen, Rio hätte sich beklagt, dass sie es ziemlich unerhört fand, dass ich mich den ganzen Sonntag nur mit Soa herumgetrieben hatte und obendrein gleich Montags schon wieder mit ihr zum Training ging. Trotzdem hätte sie sich aber überreden lassen, mir ein Geschenk zu machen. Er streckte mir die geschlossene Faust hin, mit dem Hinweis "Keine Angst, es lebt nicht." So hielt ich meine Hand auf und Rios Geschenk haute mich fast aus den Schuhen!!!

Dieses Ding wäre locker in der Lage gewesen, Rios Magenausgang hermetisch abzuriegeln. Durch die Magensäure wurden sämtliche Weichmacher aufgelöst und das ehemals leuchtend rot-weiße Nikolausmützchen wurde hart wie Stein und bekam messerscharfe Kanten!
Rio hatte das Teil am Montagabend, den 21. März auf gleichem Weg, den es am 1. Weihnachtstag genommen hatte, ohne großes Aufhebens wieder zutage gefördert. Es lag also ganze 3 Monate in ihrem Magen und ich finde alleine den Gedanken daran extrem gruselig!!! Ich hoffe inständig, dass die lange Verweildauer in so einem sensiblen Belgiermagen weiterhin ohne Folgen bleibt. Ihr geht es nach wie vor bestens und um so grässliches Zeug machen wir künftig einen mächtig großen Bogen.

Donnerstag, 24. März 2011

Das kann nicht gut sein!

Trotz allem... ich staune noch immer, über das gar nicht mehr so schlimme Kind und über den Ausgang unseres ersten Agility-Funturnierstarts.

Sonntagmorgen früh um 07:00 Uhr, also quasi mitten in der Nacht *ächz*, begann mein Tag alles andere als gut. Gerade aus dem Bett gequält und durchs Bad gewankt, wollte ich zuerst (wie immer) die Hunde raus lassen. Eigentlich waren wir nach ihrer Uhr ja mindestens 1 Stunde zu früh dran. Soa hüpfte wie eine Irre (auch wie immer) an mir hoch, biss mir wie gewohnt *Augen roll* in Arme, Beine, sonst wohin, während ich versuchte, meine Schuhe anzuziehen. Dabei sah ich plötzlich im Augenwinkel, wie die Göre hinter mir in aller Selbstverständlichkeit (nein, nicht wie immer) in den Rohbau pinkelte. Der augenblicklich folgende Anschiss hatte sich gewaschen, der Boden hingegen leider nicht. Der hatte eine Wäsche jetzt erst noch dringend nötig. Mann! Und ich dachte, wir hätten es endgültig geschafft und das schlimme Kind wäre endlich "trocken" *grummel*. Große Eile konnte bei dieser Aktion nicht im Spiel gewesen sein, denn kurz vorher hatte der Chef des Hauses ihr schon einmal die Gelegenheit gegeben, nach draußen zu gehen. Aber nein, Madame lehnte zu dem Zeitpunkt dankend ab.

Also war nach der Reinigungsaktion mein Zeitplan völlig hintendran und ich nicht unbedingt bester Stimmung. Das konnte ja heiter werden. Auf dem Weg zum Turnier taten der Anblick der überfahrenden Katze am Fahrbandrand und Grönemeyer im Radio (ich hasse das Genuschel und Genöhle von diesem Knilch!!!) ihr Übriges. Klarer Fall, heute war nicht mein Tag und am liebsten wäre ich postwendend nach Hause gefahren.

Auf dem Platz angekommen war jedoch aller Frust schnell verflogen. Strahlender Sonnenschein, ein fast trockener Platz, gut gelaunte Menschen, friedliche Hunde, ein für uns reserviertes schönes Plätzchen direkt am Parcours, ein urbequemer Stuhl... was will Frau mehr?

Die Kamera hatte ich vorsorglich eingepackt, hatte aber nicht die Nerven zum fotografieren - viel zu groß war die Sorge, mit meiner Leistung die Mannschaft im Regen stehen zu lassen und vor allem, dass mein Untier sich im Parcours mal wieder von mir verabschiedet und eigenen Hobbys nachgeht. Soa dagegen war unerwartet ruhig und ausgelichen, von ein paar halbherzigen Versuchen, den Leinenrambo rauszukehren mal abgesehen. Ich glaube auch fast, sie war die Einzige, die an diesem Morgen (wie immer) ausgiebig gefrühstückt hatte. So ein dürres Hühnchen kann man ja auch unmöglich noch fasten lassen... nee, nee, geht gar nicht!

Dann kam die Parcoursbegehung. Elke als erfahrene Turnierläuferin gab uns Anfängern dabei unbezahlbare Schützenhilfe. So wurde ich ein paar mal wie auf Schienen durch den Gerätepark geschoben, bis der Kurs halbwegs im blutleeren Hirn eingebrannt war.

In meinen Augen war es von allergrößtem Vorteil, dass die Minis vorher den gleichen Parcours gelaufen waren und man schon mal hatte zusehen können. Aber irgendwie sah das von außen alles so verwirrend aus. Mannschaftskollege Paulchen hatte schon einen fulminanten Lauf vorgelegt, den er mit null Fehlern beschlossen hatte... rattenscharf!!! Glückwunsch Paul!

Noch 9 Starter vor uns. Bis dahin sollte man es doch gerafft haben... hoffentlich bleibt Soa bei mir... *schlotter*. Die Durchsage: "es hält sich bereit XY und... "... ups... das sind ja schon wir. OK, noch 2 vor uns und wir begucken uns das jetzt mal vom Start aus. Jetzt nur noch ein Starter... Ommmmmmmmm... ganz ruhig bleiben. Wie? Was'n jetzt los??? Das Mädel bricht vor dem Start ab, weil ihr Hund sich fest geschnüffelt hat und knurrend gegen einen Start protestiert. Wir sind dran! Nee, nee, nee, so war das nicht geplant!!! Ich wollte doch erst noch mal kucken wie das geht.

Auf Elkes Anweisung warten wir brav das OK des Richters ab und begeben uns zum Start, an dem Soa sich augenblicklich genau so fest schnüffelt wie der Rüde vor uns - OH GOTT, so wird das nix! Zu meiner Verwunderung ist das Kind aber auf meinen Ruf hin sofort wieder im Hier und Jetzt und los geht's. Die ersten paar Hindernisse klappen sogar mit Wechseln, die noch immer nicht wirklich meine Welt sind. Irgendwo mittendrin verließ mich dann das Gedächtnis. Kurz vor dem Sacktunnel war ich planlos und Soa ergriff die Initiative: *schwupps*... rein in den Sack. Vorsichtshalber blieb sie im Ausgang stehen und versicherte sich erst mal, ob das auch wirklich so richtig war. Der rote Stoff zierte dabei sehr cool ihren Rücken wie ein Umhang. Mein Hund hatte mir gerade den Allerwertesten gerettet! Also, alles super und ab in den heiß geliebten Tunnel und gaaaanz vorsichtig über den Steg. Der könnte sich ja vielleicht doch noch als Wippe enttarnen *lach*. Noch schnell ein paar Hüpfer und fertig.

Puh *schwitz*... was war ich glücklich, dass wir durch waren, ohne dass Soa abgehauen ist! Damit war mein Ziel des A-Laufes erreicht und ich war stolz auf sie!!! Zurück bei der Mannschaft wurde mir dann eröffnet, dass wir einen 0-Fehler-Lauf hatten. *ungläubig guck*... bis zum Schluss war ich mir noch nicht einmal sicher, ob unser Kurs überhaupt richtig war. Durchsagen jeglicher Art kamen während des Laufes gar nicht in meinem Hirn an und ich hätte noch nicht einmal ein Dis registriert. Von der Rundenzeit wollen wir mal besser nicht reden. Ich glaube, Soa war über mein Schneckentempo derart besorgt, dass sie mich die ganze Strecke über vorsichtshalber überwachte... wer weiß, wo die Alte sich sonst noch hin verläuft *lach*.

Beim zweiten A-Lauf versuchte ich das Ganze dann etwas flotter. Zeitmäßig war das auch OK, aber irgendwie kam das was die Füße machten nicht rechtzeitig im Kopf an und so war meine Koordination ein wenig daneben und brachte uns eine Verweigerung ein. Tut mir leid, Soa, ich gelobe Besserung! Meine Kleine fand ich in dem Lauf wieder einfach nur toll. Ich hätte sie umknutschen können.

Die lange Pause bis zum Jumping nutzten wir zur Gassirunde auf der schönen Rheinwiese, sicherheitshalber an der 5m-Leine, um nicht die zahlreichen Spaziergänger dort zu Tode zu erschrecken. Dabei kam ein kleiner Russel zu Soa, offensichtlich von Frühlingsgefühlen getrieben, die er auch prompt versuchte auszuleben. Autsch, das gab Haue! Das entsetzte Frauchen brabbelte etwas von aggressivem Hund und der Kleine will doch nur spielen. Hallo? Geht's noch? Also Entschuldigung, meine Liebe, wenn mir hier aus dem Nichts irgendein Kerl an die Wäsche wollte, würde ich auch nicht gerade zimperlich mit ihm umgehen. Da könnte der mir 100 mal was von spielen erzählen. *tztztz*... Sachen gibt's *Kopf schüttel*. Schon Sekunden später spielte mein "aggressiver" Hund hingebungsvoll mit einem Jack-Russel-Mädchen :-). So langsam keimt in mir der Verdacht, mein Mädel steht nicht auf Jungs.
Am späten Nachmittag stand das Jumping auf dem Plan. Diesmal wurde das Feld von hinten aufgerollt, was bedeutet, wir waren vor den Minis dran *schluck*. Ja Mist, keine Gelegenheit mehr zum Abgucken :-/. Die Parcoursbegehung erschien mir unter der genialen Anleitung gar nicht mehr soooo schwer und ich war guter Dinge. Dies hatte sich allerdings schlagartig erledigt, als ich, das Ganze von außen betrachtend, einen Sacktunnel erblickte, bei dem ich der felsenfesten Überzeugung war, dass der im ganzen Leben bei der Begehung da nicht gestanden hatte!!! Die Verwirrung war perfekt, war ich doch tatsächlich mindestens 5 mal an dem Teil vorbei gerannt. So etwas nennt man, glaube ich, galoppierende Alzheimer. So denn... und nun wir... *seufz*. Erneut war mein Ziel, Soa kontrolliert über den Kurs zu lotsen und in erster Linie auch überhaupt im Parcours zu behalten. Es klappte *freu*!!! Mein kurzes Zögern an Nr. 4 nahm sie mir nicht übel, fragte einfach noch mal kurz nach, wo es denn nun lang gehen sollte und alles ging glatt *gg*. Damit war mein Tagesziel mehr als erreicht. Dass wir in beiden Runden jeweils die langsamsten 0-Fehler-Läufer waren, war mir eigentlich völlig wurscht. Alleine die Tatsache, dass mein Hund im Parcours nicht auf und davon ging hatte mich schon wunschlos glücklich gemacht und ich hätte sogar auch mit 3 x Dis leben können. *Hach*... meine kleine Wildwutz nahm soooo viel Rücksicht auf mich. Danke mein Herz!





Als dann noch bei der Siegerehrung für die Kombiwertung A0 zum Schluß das Team "Ingrid und Soa" aufgerufen wurden, hätte es mich fast aus den Schuhen gehauen. Wir hatten G-E-W-O-N-N-E-N!!! Wenn ich mit allem gerechnet hätte, damit gewiss nicht. Uff... als planloser Anfänger gleich mit so einem Ergebnis aufzuwarten, DAS KANN NICHT GUT SEIN! Bisher hatten unsere Trainingsleistungen immer noch reichlich Verbesserungspotential. Nun sind wir ja mächtig unter Zugzwang geraten. 


Aber ich muss gestehen, das Dauergrinsen hielt sich noch für Stunden im Gesicht und vor lauter Stolz war die Körbchengröße mindestens auf gefühlte Doppel-D angeschwollen ;-) - aber auch nur gefühlt. Die Fotos, die der beste Mann der Welt in hinreichender Zahl geschossen hatte, sprechen da eine ganz andere Sprache: Es ist nicht zu übersehen - nach dem gescheiterten Versuch, mir über Winter die Falten glatt zu fressen, folgen nun unweigerlich nicht nur die Gesichtszüge der Schwerkraft *args*. Das muss dringendst geändert werden... *lang grübel*. Keine Fotos mehr von mir, sondern nur noch von dem hocheleganten, sportlichen und höchst fotogenen Hund oder Chef läuft die Turniere und ich knipse. Jaaaa genau... das isses, Punkt!!!



Den krönenden Abschluss der Veranstaltung bildete ein respektabler 4. Platz meiner Mannschaft und ein großartiger 2. Platz der 2. Mannschaft unseres Vereins. Ein Ergebnis das sich bei einem Starterfeld von 18 Mannschaften durchaus sehen lassen kann.

So hatten wir einen rundum perfekten Tag (von dem morgendlichen Faux Pas einmal abgesehen - der kleinen Pissnelke sei verziehen) und wir haben summa summarum alles richtig gemacht. Dazu eine mächtig große Portion Glück und bis jetzt immer großartige Trainer. Mal sehen, was die Zukunft noch so bringt. Als nächstes steht jetzt die Begleithundeprüfung an... und danach rocken wir die A3... *totlach*... man wird ja mal träumen dürfen *gg*. Nee, nee, nee, zuerst muss ich mal den Hebel finden, der beim Laufen die Handbremse löst. Eine drastische Reduktion meiner Fettplauze wäre da zum Beispiel schon mal ein guter Anfang ... und überhaupt, eins nach dem andern.

Um irgendwann einmal an die atemberaubenden Rundenzeiten der Könner heranzureichen, wäre sowieso in erster Linie Gehirnjogging angesagt, um den Parcoursverlauf, Füße, Körpersprache, Hirn und Hund in Einklang zu bringen. Denn planloses Gefuchtel und das permanente Zutexten des Hundes oder einfach nur ungläubiges hinterher glotzen haben mit klarer Führung recht wenig zu tun. Ach, wie gut, dass Hunde so anpassungsfähig sind! Soa hat's schon nicht leicht mit mir *seufz*.

Wir begeben uns zum Start und Elke behält zum Glück den Überblick :-). Wird man eigentlich irgendwann disqualifiziert, wenn mehr als 3 x beim Richter nach der Freigabe fragt?

Mein Herz rutscht in die Hose. Soa hat sich am Start festgeschnüffelt.

Einmal Unterboden bürsten bitte!

*Sabber*... ach, ist das aufregend!
Seit dem Kennenlernen der Wippe ist auch der Steg potentiell verdächtig, also lieber mal Eile mit Weile.

Oh, ein Tunnel, wie schön :-)


Letzte hilfreiche Tipps vom Coach. Oh je, in meinem Gesicht steht ein überdeutliches "HÄ???"


Den Weitsprung nahmen wir beim letzten Training noch quer *hihi*
Die letzte Hürde


*Stein vom Herzen plumps*
Hm... ich dachte immer schwarz macht schlank. Diese Hose muss kaputt sein!!! *Grübel*... ich tausch die um :-/




Das gar nicht mehr so schlimme Kind auf Kuschelkurs und Frauchen überglücklich und megastolz aufs Kind :-) 


*ungläubig guck*... die haben sich doch bestimmt verrechnet *gg*

Ein origineller "Pokal", viel schöner als dieses Blech-Einerlei! Und dass Soa als Lohn ihrer Mühe nicht nur einen Keks bekam, sondern ein ganzes Pfund rohes Rindfleisch am Stück, versteht sich ja wohl von selbst :-)

Die gesammten Werke, die der beste Mann von allen geschossen hat:

Agility Frühlingserwachen 2011

Dienstag, 1. März 2011

Schön ist's, wenn wir Freunde kommen sehn. ...

... Schön ist es ferner, wenn sie bleiben
und sich mit uns die Zeit vertreiben.
Doch wenn sie schließlich wieder gehn,
ist's auch recht schön. (Wilhelm Busch)



Wir hatten ein turbulentes aber auch sehr schönes Wochenende. Ingos Labradorfreundin "Julchen" war von Freitag bis Sonntag zu Besuch. Alle Jahre wieder kommt sie für ein Wochenende zu uns und somit konnten wir dieses Mal sogar ein kleines Jubiläum feiern: 5 Jahre Jule!

Ich bin jedes Jahr aufs Neue fasziniert von der Fröhlichkeit, der Unbefangenheit, ja, dem absoluten Vertrauen, das sie mir entgegen bringt. Und das, obwohl sie nur ein einziges Wochenende im Jahr mit mir verbringt und mich sonst nie sieht. Sie freut sich immer fast ein Loch ins Bein wenn ich sie holen komme, bringt mir ganz stolz ihren riesigen Plüschigel (und ich darf ihn sogar haben *freu*), hüpft mit Begeisterung mit zum Auto und steigt ein, als ob sie schon immer zu mir gehören würde. Zuhause, in der Höhle des Löwen angekommen, können wir auf Leine und Halsband völlig verzichten. Jule hört aufs Wort und ist ein absoluter Traum! Bei der Begrüßung durch unser Terrorkommando verlässt sie sich einfach darauf, dass die Zweibeiner den Überblick behalten und Sekunden später gehört sie schon ganz selbstverständlich mit dazu.

Die Begrüßung verlief unerwartet sehr cool. Natürlich benahm der Master of Disaster sich laut, plump und unmöglich wie immer. So wird er wohl auch bleiben bis zum Ende seiner Tage... *seufz*. Als Zweite durfte Rio guten Tag sagen. Na ja, sie lehnte dankend ab und beschränkte sich einfach darauf mich zu begrüßen. Schließlich war ich doch gerade mindestens für 40 Minuten weg - für Rio gefühlte 4 Wochen! Dann war Soa an der Reihe. Ich öffnete das Gartentor und *wusch* schoss das kleine Monster heraus, geradewegs auf Jule zu... uuuuund *schwitz*... an ihr vorbei, mit einer Steilkurveneinlage um die Ecke, hin zu Ingo, der dort auf uns wartete. Sie interessierte sich nicht im Geringsten für unseren Besuch und wollte sich einfach nur schnellstens einen Überblick über die neue Konstellation verschaffen. Die Einzige, die wieder einmal ein ausgiebiges Begrüßungstheater aufführte war Sky. Sie musste sicherheitshalber wieder bis zum Schluss warten, um nicht zwischen die "Fronten" zu geraten, falls es doch etwas wilder zugehen sollte. Umso größer war dann natürlich ihre Begeisterung, als sie endlich an der Reihe war und so wurde Jules Ankunft dann doch noch frenetisch gefeiert.

Obwohl Julchen die Temperamentsausbrüche von Ingo etwas suspekt waren, wurde sie schon beim ersten Soa-Kennenlern-Gassi vom Labbiwahn gepackt. Sie warf den Kopf in den Nacken und drehte mit leicht irrem Blick und flatternden Lefzen etliche Runden über die Wiese. Soa war begeistert und nahm Jule sofort in ihr Hüteprogramm mit auf. Ich glaube, Rio sagte dabei etwas ähnliches wie "tztztz" und ich könnte schwören, ein verständnisloses Kopfschütteln bei ihr gesehen zu haben. Die Begeisterung meiner Grande Dame hielt sich, wie erwartet, in Grenzen. Sie mag meine Aufmerksamkeit einfach nicht noch mehr teilen. Ganz verständlich wenn man bedenkt, dass sie 5 1/2 Jahre lang mit 9 weiteren Tervueren um die Gunst ihres über alles geliebten Frauchens buhlen musste und dabei immer ins Hintertreffen geriet. Wie auch immer, sie benahm sie sich trotzdem wieder großartig und super souverän. Wenn auch mit wenig Verständnis für mein Verhalten, so akzeptierte sie es trotzdem ohne wenn und aber und ohne Zickerei. Hier und da ein Brummeln oder ein missbilligendes Lefzen hochziehen muss man ihr da schon zugestehen.

Samstags, zum Unterordnungstraining, wurde Jule kurzerhand mit dem schlimmen Kind zusammen zum Hundeplatz chauffiert. Beide machten ihre Sache erstaunlich gut. Die Hundekontakte verliefen stressfrei, bis auf... ja, wie soll's auch anders sein... bis auf den einen, klitzekleinen Versuch des jungen Jack, Soa eben mal kurz zu bespringen. Au Backe, was hat der Ärmste doch für Prügel von ihr bezogen!!! Ich werde den Eindruck nicht los, dass meine Göre in dieser Hinsicht zur Giftspritze mutiert. Ein einfaches und klares "NEIN" hätte auch genügt, zumal Jacks Versuch sowieso nur recht zaghaft war. Es würde mich nicht wundern, wenn der arme Bub nach dieser heftigen Abreibung jetzt ernsthaft überlegen würde doch aus gesundheitlichen Gründen besser schwul zu werden!
Julchen konnte sich über so viel Zickenterror nur wundern. Sie hielt sich fein aus allem raus. Ein wirklich kluges Mädchen!

Da das Wetter am Wochenende nach wie vor mehr als bescheiden war, hatte die Knipse weiter Schonzeit und es kam lediglich das obligatorische Gruppenbild und ein Portrait von unserem zauberhaften Gast zustande. *Hach*... Julchen ist soooo ein Schätzchen! Für 3 Tage gehörte sie derart selbstverständlich zu unserer Bande dazu, dass ich sie am Sonntagabend schon richtig vermisst habe. Rio dagegen atmete deutlich wahrnehmbar auf, als Julchen uns genauso fröhlich wedelnd verließ wie sie gekommen war. Aber ich denke, nach einem Jahr Schonfrist wird sie sie auch ein weiteres Wochenende erdulden. Ich für meinen Teil freue mich schon aufs nächste Jahr und ich denke, damit stehe ich gar nicht mal so ganz alleine da.

*lol*... das zum Gruppenbild genötigte Würstchen... Begeisterung sieht wahrlich anders aus *gg*.

Beim Blick in Julchens liebe Labbiaugen frag ich mich, warum zum Teufel wir unser Pflegewusel weggegeben haben *schnief*. Wusel Roa dagegen ist mit Sicherheit heilfroh, dass Ingo,  das grobmotorische Schäferschwein, für sie endgültig Geschichte ist.


Ein Sack voller Flöhe ist garantiert einfacher zu fotografieren als dieses Terrorkommando *grummel*. Ein Blick in Soas freche Mandelaugen spricht Bände :-)


Freitag, 18. Februar 2011

Duuuuhu? Was machen denn die Hunde da???

... *hüstel*... öm... äh... *räusper*... ach, wisst ihr, der eine ist sehbehindert und der andere schiebt ihn über die Straße.
Ich befürchte, die Kinder aus der Nachbarschaft haben mir den Erklärungsversuch zu dem unmöglichen Benehmen unserer fortwährend... Tschuldigung... notgeilen Tervuerenweiber nicht ganz abgekauft. Ein Glück ist das nun vorüber. Wir liefen schon Gefahr wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses in Haft genommen zu werden. Aber wenigstens waren unsere ursprünglichen Bedenken, dass es bei zeitgleicher Läufigkeit zu Dramen unter den Damen kommen könnte, völlig unbegründet. Stattdessen "beglückten" die Mädels, in Ermangelung eines willigen Rüden *Dankgebet zum Himmel schick*, sich permanent gegenseitig. Wobei sie sich sogar geifernd und Kiefer klappernd mit rattig entrücktem Blick in aller Öffentlichkeit dem hemmungslosen Oralsex hingaben. Eine Erklärung dazu, für die lieben Kleinen, fiel da selbst mir, die doch eher selten um Ausreden verlegen ist, nicht mehr ein. Der Vorteil der schamlosen Orgien: einerseits, wenn Ingo sich wirklich einmal für eine der beiden interessierte, war ständig besetzt und andererseits werden ihre Machenschaften garantiert folgenlos bleiben. Die Hoffnung allerdings, dass die Mädels sich für die Zukunft ein wenig besser finden, hat sich ebenso wie ihre peinliche Triebsteuerung in Luft aufgelöst. Spätestens hier dürfte nun jedem klar sein, diese "Affäre" war rein körperlich... was für Schlampen!





Allem Anschein nach wird unsere "Kleine" jetzt wahrhaftig erwachsen. Nun da ihre Läufigkeit beendet ist, ist sie definitiv nicht mehr Willens, sich von wem auch immer anschieben zu lassen und weiß das auch in aller Deutlichkeit zu sagen. Eliott, ein heißblütiger Aussie-Jungspund aus der Agigruppe, musste das am eigenen Leib erfahren. Über den Wutausbruch unseres Mädchens war der Ärmste mindestens genau so erschrocken wie ich. Auch etliche andere Jungs, die sie nach dem Motto "Ach komm schon, du willst es doch auch" rumkriegen wollten, kassierten eine unmissverständliche Abfuhr, bei der sie den ein oder anderen Fellbüschel einbüßten. Nein, nein, nein, liebe Buben, seid versichert, Frau Soa weiß genau was sie will und vor allem sehr genau was sie nicht will und das sagt sie euch auch auf eine Art, die keine Zweifel aufkommen lässt... und... bedauerlicherweise auch schon mal etwas schmerzen kann. Trotzdem verhält sie sich aber ihren Artgenossen gegenüber noch immer freundlich, neugierig und völlig arglos. Sie lässt sich ohne Vorbehalte beschnüffeln und ist auch einem flotten Spielchen nie abgeneigt. Dabei sind ihr nette Mädels ebenso willkommen wie Jungs, wobei Soa jedoch, genau wie Rio, immer gerne die Kontrolle behält.





Was unsere Bemühungen im Agility angeht, so bin ich doch überaus angenehm überrascht. Sie arbeitet sehr konzentriert mit. Keine eigenen Parcourskreationen mehr, keine Exkursionen zu anderen Hunden, aber auch kein, manchmal so praktisches, selbstständiges voraus preschen im Highspeedtempo. Nun muss ich mich zwar selbst mehr bewegen... soll ja gesund sein *args*, dafür habe ich aber den so sehr gewünschten führigen Hund, der auf mich schaut und auf meine Ansagen wartet. Da aber Geduld und Warten noch nicht unbedingt zu ihren Stärken gehört, macht sie hin und wieder ihrem Unmut Luft, wenn diese Ansagen zu spät oder gar falsch kommen. Die Spuren ihrer Unmutsäußerungen zieren dann ab und an in Form von blauen Flecken meine Arme, Beine oder den verlängerten Rücken... *autsch*. Man kann halt nicht alles haben, jedenfalls nicht immer sofort. Wer nun an dieser Stelle meint, die uralte Geschichte vom Dominanzverhalten loswerden zu müssen, möge dieses Gedöns doch bitte einfach bei der nächsten Parkuhr kundtun. Diese hat mit Sicherheit eher die Muse dazu als ich... und lacht auch nicht drüber, versprochen!




Zu gerne hätte ich ja endlich ein paar ordentliche, aktuelle Fotos von unserer kleinen Elfe gemacht. Fotos, die ihrer Schönheit auch wirklich gerecht werden. Leider passt entweder das Wetter nicht, oder ich bin mit der Bande alleine unterwegs und habe keine Hand mehr frei für die Kamera. So gibt es wieder nur ein paar Schnappis bei Mistwetter, kurz vor Licht aus und auf die Schnelle:

*Lach*... sie sieht sogar beim pieseln noch elegant aus, echt phänomenal!

Mädchen tragen rosa...

... auch mitten im Gesicht!

Es scheint ein Ding der Unmöglichkeit, vernünftige Portraits vom schlimmen Kind zu bekommen, bei denen mal nicht dieser meterlange Waschlappen im Gesicht prangt :-/
... Und hängt mal kein Waschlappen zum Hals raus, dann steckt irgendein Spieli in ihrer frechen Klappe.

Während Ingo hat gelernt, keinem Hund das Spielzeug wegzunehmen, ist Soa dieses Vorgehen gänzlich fremd. Ratzfatz wurde Ingo beklaut...
... und dem ausnahmsweise einmal anständigen Kerl bleibt hier nur noch das Nachsehen. Er kann einem (fast) leid tun.
Noch'n rosa Lappen Bild. Aber wenigstens ist er hier unter 1 m Länge ;-).
Ich finde, man sieht ihr an, dass sie's faustdick hinter den Plüschohren hat... und ich gestehe, ich liebe diesen frechen Ausdruck!!! 
Übrigens: Wer das schlimme Kind gerne live und in Farbe erleben möchte ohne dabei Ingo in die Quere zu kommen, der hat dazu am 20. März beim Agi-Funturnier auf der Rheinwiese in Heidesheim reichlich Gelegenheit. Ich habe nicht die leiseste Ahnung, wie es passieren konnte, dass ich mich zu dieser völlig verfrühten Aktion hatte hinreissen lassen - ehrlich! NADINE, was hast du getan??????!!! Oh Graus, mir schwant Schlimmes... *lol*.

Samstag, 22. Januar 2011

OOOOOH - MEIN - GOTT!

Das schlimme Kind ist kein schlimmes KIND mehr. Nun ist's ein schlimmes WEIB... ein Teufelsweib!!! Unsere "Kleine" ist nun endlich mit etwas über 18 Monaten zum ersten Mal läufig geworden. Trotz aller Verwicklungen, die der Fall so mit sich bringt, bin ich nun erleichtert. Ich hatte mir schon Sorgen gemacht, dass mit dem dürren Hühnchen irgendetwas nicht in Ordnung sein könnte. Allerdings bedeutet das auch schon wieder Trainingspause für die nächsten Wochen, damit die Jungs nicht vollends den Verstand verlieren.

Rio wird's freuen. Sie darf am Sonntag an Soa's Stelle im "Parallelkurs" trainieren. Unsere großartige Dame genießt unsere gemeinsamen Aktivitäten ohne die kleine Nervensäge unendlich und ist immer zu 200% für mich da *schwärm*. Halsband und Leine sind bei ihr nur vollkommen überflüssiges, störendes Beiwerk. Erwähnte ich eigentlich schon mal, dass Rio einfach ein Traum ist? Nee??? *grübel*... wirklich nicht? Dann sei dies nun hier und für alle Zeiten in aller Deutlichkeit klar gestellt: Rio ist ein TRAUM!!! *Hach*... MEIN Hund :-). Sie ist soooo ein Schatz! Und heute warf sie sogar, NUR FÜR MICH, alle Ängste und Sorgen über Bord und lief todesmutig über den hohen, wackeligen Steg! Meine Güte, ich könnt' mir fast ein Loch ins Bein freuen :-). Bis jetzt war sie immer der Meinung, dieses Ding könnte ihr nichts als ein qualvolles Ende bringen. Dabei hatte ich diese Wahnsinnsleistung noch nicht einmal von ihr verlangt. Ich hatte sie nur kurz für ein Foto auf der Kontaktzone positioniert und sie entsprechend dafür belohnt. Nach der Auflösung des Kommandos "Warte" turnte sie leichtfüßig und locker über das Höllenteil, als hätte sie nie im Leben etwas anderes getan. Klar, dass sie sich dafür fast sämtliche Leckerlis einverleiben durfte... und das noch VOR dem eigentlichen Dogdance-Training *gg*. Ich bin gespannt, ob sie sich morgen erneut dafür erwärmen kann!
Kommando "Hoch und Warte" und dann Posen für die Kamera. *hach*... sie ist soooo ein Profi :-)


Hier noch 2 unserer "Tanzpartner" (v.l.n.r.): das herzige Paulchen, die pfiffige Lilly und... *schmelz*... my love, the one and only, mein Seelenhund, das Riolinchen *hach*.
Man sieht deutlich, dass den Dreien die Situation noch nicht ganz geheuer ist. Schließlich kennen sie sich überhaupt nicht. Unter dem Aspekt finde ich die Leistung des bunten Trios sehr respektabel!
 

Sonntag, 16. Januar 2011

Stecker rein und alle Knöpfe auf 10...

... dann kann die tierische Post abgehn *lol*


Soweit sind wir nun also... Hund joggt und Frauchen steht faul daneben. So wird das sicher nix mit der Verbesserung der Kondition für die kommende Saison. Na gut, aber so hat wenigstens der Hund seinen Teil zur Team-Fitness beigetragen. Mit den haarsträubenden Methoden von Cesar Millan, dem selbsternannten Dog-Whisperer, möchten wir allerdings nichts zu tun haben. Manchmal steigt eben der Grad der Berühmtheit einer Person einfach nur mit der Blödheit ihrer Bewunderer *Augen roll*.

Soa bestand nur darauf, dieses komische Dings in unserem Trainingskeller einmal kennen zu lernen. Man kann ihr ja fast keinen Wunsch abschlagen *gg*. Das Geräusch und die Bewegung des Laufbandes hatten sie neugierig gemacht. Sie fand die Vorstellung auf Anhieb lustig und besteht nun auf die regelmäßige Zusatzbespaßung. Dabei ist sie so versessen darauf, dass sie sich selbst von einem kurzen Absturz nach hinten nicht abschrecken lässt und sofort wieder drauf springt, um Fahrt aufzunehmen. Da sag noch mal einer, alle Tervueren wären trieblose Schissbüchsen! Also wenn das mal nicht cool ist, dann weiß ich's auch nicht.
Rio, für ihren Teil, ist selbstverständlich unter gar keinen Umständen trieblos und Schiss hat sie auch nicht. Nein, sie weiß es einfach, dass dieses Instrument (wie überhaupt so unendlich vieles im Leben) unglaublich gefährlich ist, dass es kratzt, beißt und Hunde frisst! Schließlich hat sie da schon ihre Erfahrungen gesammelt. Sie wäre von diesem Höllengerät auf gar keinen Fall zu überzeugen. Und so kommt es, dass wir trotzdem noch draußen unsere Runden drehen ;-).

Heute waren das schlimme Kind und ich auch endlich wieder beim Agitraining. Hm... was soll ich sagen... SIE WAR TOLL *ganz doll freu*!!! Kein einziges Mal abgerückt, keine eigenen Parcourskreationen, keine Zickerei am Rande des Geschehens. Im Gegenteil: selbst aus einer zackigen Klopperei unter den halbstarken Jungs zog sie sich dezent aber zügig zurück. Nö, sie war heute einfach kooperativ, sehr führig, fast weich gespült... hm... und wie immer halt auch sauschnell und damit eben auch oft noch immer zu schnell für mich, was ja jetzt nicht ihr Problem ist. Um das in den Griff zu bekommen sollte ich ja doch langsam meinen Hintern aufs Laufband schwingen *args*. OK... heute nicht mehr... und morgen nicht gleich... äh... *nach Ausreden such*... und außerdem ist das ja jetzt ständig besetzt, ne *gg*.

Jedenfalls verlief das heutige Training alles in allem wirklich außerordentlich erfreulich. Wow *staun*. Ob das schlimme Kind am Ende doch noch ein Gutes wird??? Wir werden sehen...

Samstag, 8. Januar 2011

"Es ist sinnlos...

... sich verrückt zu machen, indem man versucht, sich davor zu bewahren, verrückt zu werden. Da könnte man genauso gut einfach klein beigeben und sich die Vernunft für später aufheben.“  (Douglas Adams - Das Leben, das Universum und der ganze Rest)


So isses ;-)! Vernunft ist in der Tat was anderes. Heute war dafür alles zu spät und nur noch verrückt angesagt. Was will man auch sonst machen, wenn das schlimme Kind, vor ein paar Tagen noch eklige Schleimpfützen hustend, von der Tierärztin Antibiotika und eine 10-tägige "Ausgangssperre" verpasst bekam, von Rekonvaleszenz aber eine gänzlich andere Vorstellung hat und beschließt, die überschwemmten Wiesen nach allen Seiten auszumessen (*args*... sorry für den Bandwurmsatz... ich kann's einfach nicht lassen *gg*).
Also setzen wir jetzt einfach mal auf die gesunde Abwehr der restlichen Bande und schicken ein Stoßgebet zum Himmel, dass die Göre nicht wieder mit der fiesen Spuckerei anfängt.
 
Die Kamera hätte ich getrost daheim lassen können. Bei ISO 1600 und einer Belichtungszeit von 1/125 bis 1/60 liefern die Bilder höchstens noch eine vage Vorstellung vom Treiben der ausgeflippten Pottsäue.
 





Anbaden, bei +14° für Ingo längst überfällig *gg*
Für die Bilder war jedenfalls keinerlei Animation notwendig. Bei den Verrückten schaltet sich beim bloßen Anblick von Wasser der Außenbordmotor von ganz alleine ein. Unser zartes Würstchen hingegen versuchte nur möglichst trockenen Fusses die Wiesen zu passieren, immer auf der Suche nach unwiderstehlich duftender Schafskacke. Davon zogen sich alle noch mindestens eine Monatsration rein.  Boah, Hunde sind manchmal doch Säue!!! Es grenzt schon nahezu an ein Wunder, dass Ingo nicht noch den abgesoffenen Maulwurf verputzte. Bei lebenden Mäusen ist er da weniger zimperlich :-/

Eines steht fest, wenn sie den heutigen Exzess unbeschadet überstehen, dann wird sie so schnell nichts mehr aus dem Pelz hauen. In diesem Sinne... Happy New Year! :-)